natürlich vollwertig!

Seit Mai 2013 ernähre ich mich vitalstoffreich vollwertig nach Dr. Bruker. Anfangs zusätzlich vegan, inzwischen hin und wieder auch mit wenig Tiereiweiß (tiereiweißarm), ab und an auch mal Käse und Ei.
Mit diesem Beitrag möchte ich aber erstmal erklären was die vitalstoffreiche Vollwertkost eigentlich ist und warum die mir so wichtig ist.

Vitalstoffreiche Vollwertkost – was ist das?

Die vitalstoffreiche Vollwertkost ist eine naturbelassene überwiegend pflanzliche Ernährung, wo der Vitalstoffreichtum (Vitalstoffe = Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme, ungesättigte Fettsäuren, Faserstoffe, Aromastoffe) der einzelnen Lebensmittel eine entscheidende Rolle spielt. (Kalorien der alten Ernährungslehre sind bedeutungslos)
Hierbei ist das Getreide sehr wichtig, da es den Menschen mit allem versorgt was benötigt wird, vorallem dem Vitamin B1. Allerdings muss es dazu keimfähig sein und frisch vermahlen sowie gleich weiterverarbeitet werden.
Wenn fertiges Mehl gekauft wird, ist der Vitalstoffgehalt schon verloren, da Keim und Randschichten entfernt werden (Auszugsmehle). Gleiches gilt für fertige Brötchen und Brote vom Bäcker. Der Vitalstoffverlust ist erheblich: Alleine das wichtige Vitamin B1 ist beim Typenmehl 405 zu 86% weg.

Neben dem Getreide ist auch die Frischkost wichtig: rohes Obst und Gemüse, unbehandelte Nüsse etc. Vor jeder Mahlzeit sollte die Frischkost vorweg gegessen werden, also erst der Salat dann die warme Mahlzeit. 1/3 der Gesamtkost sollte Frischkost sein, davon 2/3 Gemüse und 1/3 Obst.

Je mehr Lebensmittel verarbeitet werden, je mehr Vitalstoffe gehen verloren.
Dr. Kollath hat daher genau zwischen Lebensmitteln, die noch am leben sind und Nahrungsmitteln, die durch Erhitzung, Konservierung und Präparierung nur noch als Sattmacher dienen, unterschieden. Die meisten Menschen ernähren sich überwiegend von Nahrungsmitteln.

“Lasst die Nahrung so natürlich wie möglich”

Dr. Werner Kollath

Das Frischkorngericht

Das Herzstück der vitalstoffreichen Vollwertkost ist das Frischkorngericht. Das Originalrezept nach Dr. Max-Otto Bruker: täglich 3 EL keimfähiges Getreide wird geschrotet und 5-12 Std. mit wenig Wasser eingeweicht, dazu kommt dann Obst der Saison, gemahlene Nüsse, ein geriebener Apfel, etwas Zitronensaft und nach Wunsch etwas Sahne.
Die 3 EL rohes Getreide sind wichtig um uns mit allen Vitalstoffen zu versorgen. Wir können diese aber auch alternativ gekeimt über den Salat geben.

Krank durch vitalstoffarme Kost

Warum ist der Vitalstoffgehalt nun so wichtig? Dr. Max-Otto Bruker (1909-2001) war Arzt der inneren Medizin und langjähriger Leiter mehrerer Kliniken sowie auch Wegbereiter der ursächlichen Heilbehandlung. In über 60 Jahren konnte er an über 10.000 Patienten nachweisen das 80% der Zivilisationskrankheiten ernährungsbedingt sind und durch vitalstoffreiche Vollwertkost zum Stillstand bzw. z.Teil auch geheilt werden können. Weiterhin spielt auch der lebensbedingte und umweltbedingte Bereich eine Rolle bzw. sind bei einigen Krankheiten sind auch mehrere Bereiche betroffen.

zu den ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten gehören :

  • Der Gebißverfall (Karies, Parodontose..)
  • Erkrankung der Bewegungsorgane (Rheuma, Arthrose…)
  • Erkrankung der Verdauungsorgane (Stuhlverstopfung, Darmerkr.)
  • Stoffwechselstörungen (Diabetes, Übergewicht..)
  • Gefäßerkrankungen (Arteriosklerose -> Herzinfarkt, Krampfadern..)
  • sog. Allergiene (Heuschnupfen, Neurodermitis)
  • häufige Infektanfälligkeit (sog. Erkältungen, Blasenentzündung)
  • bestimmte Erkrankungen des Nervensystems (Multiple Sklerose)
  • in erheblichen Maße auch der Krebs

4 Dinge die wir täglich essen sollten

Die vitalstoffreiche Vollwertkost hat keine Verbote wie eine Diät. Es gibt allerdings Erfahrungswerte zu den einzelen Dingen und auch die Auswirkungen daraus, so dass folgende Angaben entstanden sind:

täglich sollten wir 4 Dinge essen:
– Frischkorngericht
– Vollkornbrot (aus dem vollen Getreide selbst gebacken)
– Frischkost (1/3 der Gesamternährung und hier mehr Gemüse als Obst)
– naturbelassene Fette und Öle (Süßrahm/ Sauerrahmbutter, kaltgepresste Öle)

4 Dinge die wir täglich meiden sollten:
– Fabrikzucker (alle Zucker aus der Fabrik) -> Ersatz: Honig
– Auszugsmehle (Typenmehle .. ) -> Ersatz: selbst frisch mahlen
– Fabrikfette (Magarine) -> Ersatz: Butter oder kaltgepresste Öle
– Säfte (auch frisch gepresste – vor allem bei Magen- Darmkranken)

Fabrikzucker?

Das Wort kommt oben immer wieder vor. Fabrikzucker sind alle in der Fabrik hergestellten Zuckerarten. Hierzu zählt nicht nur der weiße Raffinadezucker sondern auch die ganzen Dicksäfte, Siruparten, Melasse, und die “neuen” “gesunden” Alternativen wie Agavendicksaft, Kokosblütenzucker und auch Ahornsirup – warum? Weil sie durch den Herstellungsprozess stark konzentriert wurden, dadurch Vitalstoffe verloren haben und durch die Konzentration als Vitalstoffräuber in unserem Organismus wirken. Wir sind auf diese Konzentration nicht ausgelegt.

Natürliche Zucker wie sie in Obst, Gemüse vorkommen brauchen selbstverständlich nicht gemieden werden, sofern hier das ganze Obst/Gemüse gegessen wird. Der natürliche Zucker liegthier noch im natürlichen Verbund vor, d.h. er hat noch alle Begleitstoffe (Vitalstoffe) mit dabei. Beim Fabrikzucker ist das nicht der Fall, hier wird aus einem natürlichen Lebensmittel wie der Zuckerrübe der Zucker herausisoliert.

Wenn gesüßt werden soll, sollte naturbelassener Honig verwendet werden, am besten vom regionalen Imker, der seine Bienen gut behandelt und den Honig nicht erhitzt. Honig ist zwar auch ein Konzentrat, hat aber von Natur aus noch eine Vielzahl an Vitaminen, Enzymen, Mineralstoffen und anderen Vitalstoffen

Und wenn Honig aus ethischen Gründen nicht möglich ist kann man auch prima mit Datteln süßen, natürlich nur die naturbelassenen ohne Glucoseglasur. (und bitte keine Dattelsüße aus dem Bioladen nehmen, das ist auch wieder ein Fabrikzucker)

Tierisches Eiweiß

In der vitalstoffreiche Vollwertkost spielt Fisch, Fleisch, Wurst, Milchprodukte etc. keine bzw. nur eine untergewordnete Rolle. Ein Verbot gibt es nicht aber auch keine Empfehlung – die pflanzlichen Nahrungsmittel haben schon alles was wir täglich benötigen – auch bekommen wir keinen Eiweißmangel wenn wir auf o.g. Dinge verzichten.
Butter, Schmand, Sahne etc. bestehen dagegen überwiegend aus dem fettanteilen der Milch und werden auch in der vitalstoffreichen Vollwertkost verwendet. Da sie nur einen geringen Eiweißanteil haben, sind sie auch bei div. Krankheiten (s. unten) keim Problem.

Es gibt auch einige Gründe, warum die tierischen eiweißreichen Nahrungsmittel wie Fleisch, Fisch, Wurst, Ei, Milch , Käse, Quark, Joghurt besser gemieden werden oder wenigstens stark eingeschränkte werden sollten:

Denaturierung
Vorallem Fisch und Fleisch wird nur erhitzt gegessen und Eiweiß denaturiert bei 43 Grad, d.h. die Struktur verändert sich und ist für den Organismus mehr oder weniger wertlos. Wir benötigen natives / unerhitztes Eiweiß, was prima mit pflanzlicher Kost funktioneiert. Gleiches gilt für gekochte Eier, erhitze Milch (pasteurisiert, ultrahocherhitzt etc.).

Eiweißmast / Eiweißbedarf
Nach Dr. Wendt ist weiterhin bekannt das ein Überessen an tierischem Eiweiß – die heutige Eiweißmast – zu einer Verdickung der Basalmembran führt. Das führt dann z.B. zu Bluthochdruck. Diese Verdickung ist bei diversen Krankheiten sehr nachteilig – z.B. hängen hier die Folgeerkrankungen bei Diabetes mit zusammen. Die meisten Menschen essen viel zu viel tierisches Eiweiß.
Der Eiweißbedarf des Menschen liegt auch viel niedriger als überall angegeben – er orientiert sich an der Muttermilch, diese enthält nur 1,4-2,5 % Eiweiß.
Gemüse hat durchschnittlich 2-3% Eiweiß.

Belastung Eiweißstoffwechsel / Immunsystem
Und dann wäre da noch der Punkt das diverse Krankheiten nur ausheilen können, wenn das tierische Eiweiß gemieden wird (z.B. Rheuma, Arthrose). Tierisches Eiweiß belastet auch das Immunsystem und den Eiweißstoffwechsel – sieht man z.B. sehr gut bei Kindern, die ständig krank sind oder auch Neurodermitis haben. Oder auch die ganzen Allergien wie Heuschnupfen. Nicht die Pollen sind schuld, sondern die vitalstoffarme Zivilisationskost mit einem zu viel an tierischem Eiweiß.

Vegan / vegetarisch alleine nicht ausreichend

die vegane oder auch vegetarische Ernährung ist für die Gesunderhaltung alleine nicht ausreichend, da hier nicht auf die Naturbelassenheit geachtet wird. Fabrikzucker und Auszugsmehle sowie stark verarbeitete Fertigprodukte kommen in beiden Ernährungsformen vor. Bei der veganen Ernährung wird viel mit stark verarbeiteteten denaturierten Eiweißpräparaten gearbeitet wie Soja, Tofu, Seitan etc. auch aus der Lupine wird das Protein herausgezogen und dann als Wurst-Ersatzprodukte angeboten. Bei der vegetarischen Ernährung wird meist viel mit tierischem Eiweiß wie Käse, Quark, Joghurt etc. ersetzt. Auch Bio alleine ist nicht ausreichend – die Bioläden sind voll mit Fertigprodukten die diverse Zusätze haben.

Was mir die vitalstoffreiche Vollwertkost gebracht hat

mir hat die vitalstoffreiche Vollwertkost viel gebracht – auch wenn einige meinen ich würde auf so vieles verzichten. Im Gegenteil, es ist eine Bereicherung. Früher habe ich kaum Obst gegessen, an rohem Gemüse glaube ich nur Tomaten und Gurken. Bei mir gab es gezuckertes Fertigmüsli, vorgekochter Sonnenweizen mit Tiefkühlfisch und weiße Brötchen.
Heute backe ich meine Brote alle selbst, nach zwei Backkursen auch kein Problem. Außer Bohnen und Auberginen esse ich sehr viele Gemüse roh – Blumenkohl z.B. oder auch rote Beete, Rotkohl etc.. Ausnahmen muss ich nur bei den Familienfeierlichkeiten machen, da hat das gute Frischkorngericht leider keinen Platz mehr. Aber das sind meist nur 2-3 Tage.

Gesundheitlich hat sich auch viel getan. Ich habe kaum bis gar keine Erkältung mehr und wenn dann ist sie innerhalb von wenigen Tagen wieder weg ohne diese Hustenattacken. Und das ganze ohne die normalen Medikamente die so üblich sind.
Ich habe keine Angst mehr älter zu werden – früher hatte ich Angst Diabetes oder andere Krankheiten zu bekommen – jetzt kenne ich die Ursachen und kann vorsorgen.
Mein Gewicht hat sich gut um 20 kg reduziert und ist dann aber auch wieder etwas angestiegen. Der Organismus regelt das selbst.
Meine Haut ist viel besser geworden – und ich verwende keinerlei Cremes!
Ich möchte nicht wieder zurück zu meiner alten Lebensweise, so geht es mir viel besser und ich habe viele neue Freunde gefunden!

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